Pfarrgemeinde besuchte missio München

Beeindruckt von der gastfreundlichen Atmosphäre und dem einladenden Ambiente des Hauses in der Pettenkoferstraße verbrachte eine Gruppe aus der Pfarrgemeinde Neufahrn einen äußerst interessanten und informativen Vormittag im Haus der Weltkirche bei missio München.

Begrüßt wurde die Gruppe sowohl per Videobotschaft als auch persönlich im einladend gestalteten Eingangsbereich.  Dort wurde in einer Kaffeerundeauf die Wurzeln und die heutige Arbeitsweise von missio eingegangen. König Ludwig I. gründete 1838 den Ludwig Missionsverein. Im Oktober 2013 konnte das 175-jährige Jubiläum feierlich begangen werden. Seit 1922 fungiert missio als der deutsche Zweig des päpstlichen Missionswerkes. Die Missionsarbeit erstreckt sich auf die Kontinente Afrika, Asien und Ozeanien.2012 wurden zum Beispiel 609 Projekte in 35 Ländern gefördert. Es geht dabei vor allem um Hilfe für benachteiligte Frauen, Waisenkinder und Flüchtlinge und um friedenstiftende Bemühungen in Bürgerkriegsregionen .Missio arbeitet immer nach Kriterien des Deutschen Instituts für soziale Fragen und hat dessen Spendensiegel. Während früher der Glaube von den Missionaren mehr oder weniger  aufoktroyiert und von den "armen Heiden "  gesprochen wurde, ist heute "Inkulturation" gefragt, das heißt, man versucht die oft reichhaltige einheimische Kultur bei der Ausprägung und Ausübung des Glaubens mit zu berücksichtigen.

 

Auf dem Weg durch das Haus fielen aus  Perlen gestickte Kreuzwegbilder auf, die Massai-Frauen aus Tansania anfertigten. Die Reihenfolge der Stationen weicht  hier  von der allseits bekannten ab. Interessanterweise zeigt das letzte Bild die Ankunft  des Heiligen Geistes an Pfingsten. In einem Schauraum wurden dann die Besonderheiten der Kulturen Indiens, Papua-Neuguineas und Afrikas, hier vor allem Malawias, durch ausführliches Informationsmaterial  und  die Möglichkeit zum "Anfassen" nähergebracht. Die Teilnehmer an der Fahrt  erhielten hier sogar Unterweisung im Trommeln.

Den Höhepunkt und Abschluss der Führung bildete der Besuch in der Hauskapelle, die in ihrer Gestaltung einzigartig ist. Sie besteht aus einem reichhaltigen, filigranen Schnitzwerk von Künstlern aus dem südostafrikanischen Malawi, die darin ihre Bildwelt und Sichtweise des Glaubens zum Thema "Alles Leben ist Wandel" zum Ausdruck bringen. Der Raum ,der - wie in Afrika üblich-  unterteilt ist, in einen Bereich für Männer und einen für Frauen lädt zum Bestaunen und Verweilen ein.
Hauskapelle von MISSIO in München  

Am Ende  bedankten sich Pfarrer Dotzler und Bildungsbeauftrage Theresa Winderl für die äußerst interessante, mit vielen Hintergrundinformationen gestaltete  Führung. Pfarrer Dotzler überreichte dabei eine Spende, die von missio  für ein bereits von der Pfarrei Neufahrn  gefördertes Frauenprojekt in Indien verwendet wird.